Geschichte

 Das Grand Hotel Belle Vue wurde im Jahr 1912 vom Architekten Alexis Dumont auf einem dreieckigen Grundriss entworden, dessen drei Ecken durch einen Turm akzentuiert werden.  Die durchgehenden Vordächer mit krönenden Balkons über dem Erdgeschoss und dem ersten Stock sorgen für einen horizontalisierenden Effekt. Das Zierfachwerk in der obersten Etage und die Spitzgiebel weisen auf den anglonormannischen Einfluss hin.

Das Hotel datiert aus einer Zeit, in der De Haan vom aufkommenden Tourismus einschneidend verändert wurde.  Vom Massentourismus, wie wir ihn heute kennen, war damals allerdings noch keine Rede.  Schliesslich gehörte das Reisen zu den Vorrechten der Allerreichsten.  Im Anfang waren die Hotelgäste Engländer, die in der indischen Kolonie ein Vermögen gemacht hatten.  Sie reisten mit ihrem Gefolge bis zur nahe gelegenen Tramstation von De Haan, wo sie von den Portiers des Hotels abgeholt wurden, die in den typischen roten Anzügen herausgeputzt waren.

Ein nettes Detail ist, dass der jüdische Gelehrte Albert Einstein, der auf der Flucht vor dem Naziregime im Jahr 1933 sechs Monate in De Haan lebte, sich oft auf der Terrasse eine Tasse Tee mit Karinthenbrot schmecken liess.

Bis 2006 war das Hotel ununterbrochen im Besitz derselben Familie, die das Grand Hotel Belle Vue über Generationen hinweg mit ihrer professionellen Gastlichkeit zu einem Inbegriff der belgischen Küste gemacht hat.

Unter der engagierten Leitung der Familie De Groote weht seit September 2006 ein neuer frischer Wind durch das Grand Hotel Belle Vue.  Für sie ist es Ehrensache, den Glanz und die stilvolle Ausstrahlung des prächtige Gebäudes zu unterstreichen und das Interieur behutsam zu verjüngen.  Darüber hinaus will man Gäste sowohl im Hotel selbst als auch im renovierten Bistro Place Royale willkommen heissen.