Art. Zeitung

Denkmalschutzbehörende wacht über Perlen aus der Belle Epoque  

Nieuwsblad - Mittwoch 16 März

Das grand Hotel Belle Vue ist ein beeindruckendes Relikt der anglonormannischen Bauwut in der Belle Epoque am Beginn des vorigen Jahrhunderts.  Das Drei-Sterne-Hotel am Koninklijk Plein besteht schon seit 1910.  "Abert bei all dem Trubel wegen des Umbaus haben wir den hundertsten Geburtstag verstreichen lassen", so der heutige Besitzer, der sich aber durchaus des historischen Stellenwerts dieses Gebäudes bewusst ist.  "Es war lang Zeit ein Familienhotel das erst von der Mutter und dann von der Tochter geleitet wurde.  Wir haben as vor fünf Jahren übernommen" wie er sagt. "Das hotel ist seit Jahr und Tag ein Blickfang im Ortskern.  In gewissen Sinne sind wir ein Aushängeschild für De Haan.  Auch in alten Fotoalben ist unser Hotel immer irgendwo abgebildet.

 Die heutigen Betreiber scheuen nun weder Kosten noch Mühen, um das denkmalsgeschützte Ortsbild wieder in seinenen ursprünglichen Zustand zu versetzen.  Die Balkone werden abgerissen und die Giebel wie ehemals wieder mit Holz verkleidet.  Auch alle Verglasungen werden erneuert, und zum Schluss bekommt alles eine Schicht Farbe in den Tönen von früher.  Ausserdem werden der Turm und die Dächer restauriert.  Wir sind schliesslich eine Drei-Sterne-Hotel.  Um diesem Anspruch weiterhin gerecht zu werden, müssen wir die Erwartungen unserer Gäste auch in Zufunft erfüllen.  Darum werden die Zimmer systematisch renoviert.  Die alten Zimmer waren eine Kakophonie von Stilen und Farben.  Aber auch das Hotel selbst machte einen etwas altmodischen geflickten Eindruck, und wir spürten manchmal, dass die Gäste beim Betreten des Hotels etwas entäuscht waren.  Durch die Instandsetzung geben wir dem Gebäude, aber auch unseren Gästen einen Mehrwert.  Wo das Restaurant lag, entsteht jetzt der Eingang des Hotels mit einer Terrasse davor.  Und dorthin, wo vorher der Frühstückssaal war, kommt das neue Restaurant und daneben die Küche, die wir auch gründluch renoviert haben.  Am 3. März soll alles fertig sein" Unterdessen sind auch von den dreissig Zimmern etwas mehr als zwei Drittel fertiggestellt.  Die neuen Zimmer sind grösser und luxuriöser, eine Mischung aus Alt und Neu.  Für bestimmte Zimmer haben wir alte Möbel wiederverwendet.  Auf dem Dachboden fanden wir noch alte Betten wieder, die gut zu diesem Still passten.